Das Ende der Fahnenstange…

…wir haben es erreicht.
Ich bin mir sehr sicher.
Nachdem ich mich nach einem langen Tag gerade in den Sitz fallen lies und feststellen musste, dass der Herr vor mir ständig vor sich hin stöhnt (wahlweise „Aaaaach“ oder „Aaaaaaach Gott“), wurde ich doch dran erinnert, das mal wieder ein Blogartikel fällig ist.
Aber erst möchte ich noch kurz dem Herren zuhören, der sich gerade im Moment selbst seine Kassenzettel laut vorliest. Unterbrochen von vielen kleinen entzückenden Bäuerchen.

Wahrscheinlich denken Sie sowieso, dass das alles erfunden sein muss, was ich Ihnen da erzähle. Aber nein. Nein. Wirklich nicht. Ich bin auch jedes Mal aufs Neue entsetzt.
Gestern allerdings, da bin ich mir wirklich sicher, haben wir das Ende der Fahnenstange, den Gipfel des schlechten Geschmacks erreicht. Was gestern passierte, grenzt an Körperverletzung. Wahrhaftig.
Projekt Großfamilie war auf der Rückreise vom Urlaub. Offensichtlich. Oma, Opa, Mama, Papa, 3 Kinder und 9 Koffer.
Nun denn, dank Ipad und diversen Mediatheken und Serien, lässt sich Lärm mittlerweile sehr gut ausblenden.
Ich hatte mich also infreudiger Erwartung einer Folge einer bekannten US amerikanischen Serie gewidment, als plötzlich ein merkwürdiger Duft meine Nase erreichte.
Mit Erschrecken stellte ich fest, dass auf dem Tisch der 4er Sitzgruppe eine Reihe vor mir ein Kind (ca. 2 Jahre lag) und die Mutter voller Freude dieses Kind wickelte.
Nun können Sie sich denken, dass an einem 2jährigen Kind alles etwas größer ist, als an einem Säugling.
Demnach macht es auch….Aaaaaaaaaaach, Sie wissen was ich Ihnen sagen möchte.
Nach ein paar Sekunden war (gefühlt) kein Sauerstoff mehr im Wagen verblieben, den man hätte atmen können.
Ich wusste schon gar nicht mehr wo ich hinatmen sollte, Mund und Nase tief in meinen Schal vergraben.
Betretenes Schweigen unter dem Rest des vollbesetzten Wagens.
Der Vater, der zuvor den Wagen verlassen hatte, kam wieder und verkündete mit breitem Grinsen: „Ohhhh, da hat aber jemand ein Stinkerchen gemacht.“
Der Moment, der mich wieder an meinen alten Freund Hannes erinnerte. Egal was dir alle sagen, hat er mir mal gesagt, die Scheiße deines eigenes Kindes stinkt genauso schlimm wie die jedes anderen Babys auch.
Na dann, Prost Mahlzeit!

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