Was macht der Lokführer, wenn er mal muss….

Das ist die Frage, die ich mir schon immer gestellt habe. Die Antwort finden wir hier.
Arme Socke.  Muss er die ganze Zeit sitzen, bis zur Endhaltestelle. Da ist nichts mit Konfirmandenbläschen. Aber ich fühle mit ihm. Ich meide Bahntoiletten auch sehr gern und nutze diese nur in absoluten Ausnahmefällen.


Da sind wir auch schon bei unserem neuesten Thema. Sind wir neurotisch, oder einfach nur Bahngeschädigt.

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Der Handtascheninhalt von Caro und mir, ist relativ identisch. Eines der wichtigsten Utensilien darin: Desinfektionstücher.  Mein Verschleiß ist relativ hoch. Warum? Nun ja, ganz einfach, wenn Sie tagtäglich sehen, was Menschen mit ihren Fingern in diversen Körperöffnungen machen, dann würden Sie auch einen Vorrat davon horten.
(Meine Damen und Herren, ich garantiere Ihnen, keinem einzigen davon würden Sie mehr die Hand geben)
Da wischt man sich ganz gern mal die Hände ab. Oder das kleine Tischchen. Manchmal ringt man sich ja doch durch, dort etwas abzulegen.

Aber nun die alles entscheidende Frage. Saßen Sie schon einmal vor dem Klo? Nein? Glück gehabt. Ich schon. Des Öfteren. Nicht das ich daran Gefallen finden würde, aber das ist meist der einzige Platz an dem man in einem überfüllten ICE nicht ständig darauf achten muss, dass einem Leute auf den Füßen stehen. und wie Sie auf dem Bild unten sehen, bin ich damit auch nicht alleine.
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Selbst Menschen mit teuren Anzügen gesellen sich da gerne zu einem, wohl bedacht darauf, dass sie keiner erblickt. Wie sieht das denn aus, wenn man als Manager plötzlich auf dem Gang hockt. Man sitzt da also Inkognito mit der großen Zeitung vorm Gesicht.
Sicher werden Sie sich jetzt fragen, warum ich mir keinen Sitzplatz reserviere. Bei einem Monatsticket, was so viel kostet, wie meine Miete, bin ich nicht gewillt, täglich noch 8 Euro für eine Sitzplatzreservierung auszugeben. Nun, denkt man sich, wieso dann nicht „Bahncomfort“ Kunde. Nun ganz einfach. Dazu braucht man Bonuspunkte, welche man aber beim Kauf eines 1000 Mark Monatstickets nicht bekommt, sondern nur  beim Kauf „regulärer“ Fahrkarten. Warum das so ist, konnte mir bislang noch keiner erklären. Wer, wenn nicht Menschen, die täglich über 500km fahren hätten so einen Status verdient?
Generell lernt man ja irgendwann, sich am Bahngleis taktisch klug zu positionieren, sodass man immer als einer der Ersten einsteigen kann. Funktioniert meistens, aber eben nicht immer.
Beim Ein- und Aussteigen lernt man ja auch so einiges. Da sind manche tatsächlich noch immer überrascht, dass aus so einem Zug auch Menschen aussteigen möchten. Das ganze Szenario erinnert mich immer an Reinhard Meys Lied „Die heiße Schlacht am kalten Büffet.“ (Zunächst regiert noch die Hinterlist, doch bald schon brutale Gewalt…Mit feurigem Blick und mit Schaum vor dem Mund, kämpft jeder für sich allein).

Aber nun zurück vor dem wohligen Plätzchen vor dem Klo. Hier ist es nämlich essentiell notwendig Sagrotan mit sich zu führen. Jedenfalls für Menschen wie mich. Ich ekele mich sehr schnell, meine Schmerzgrenze ist da nicht sehr hoch. Und das Gesicht von Menschen, welche aus der Toilette komme ohne sich die Hände zu waschen (ja liebe Mitmenschen, die Toiletten in Züge sind nicht so Geräuschisoliert, dass man nichts hört-man hört alles. Immer. Auch ob man sich die Hände wäscht oder nicht.) ist sehr amüsant, wenn man angewidert zu Ihnen schaut, während man sich Desinfektionsmittel auf die Hände sprüht.  Der ein oder andere dreht dann tatsächlich wieder um, um sich die Hände zu waschen. Dem Rest werde ich wohl zukünftig einfach ein Tüchlein reichen.

Und zu guter Letzt, haben wir auch eine Hymne gefunden.  Auch die Herren wissen genau wovon wir sprechen. Und Caro hat da ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Wovon wir demnächst wohl mehr hören werden.

Bleibt zu sagen:

Für Ihre Leidensfähigkeit danken wir spontan
Thänk ju vor träffeling wis Deutsche Bahn!

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2 Kommentare zu “Was macht der Lokführer, wenn er mal muss….

  1. Ich war gestern auf einem Konzert mit dem Thema „Bavaria meets Austria“ und da kam unter anderem dieses Lied, bei dem ich sofort an euch denken musste. Ich fühlte mich gut. Denn es gibt Leidensgenossen über die Landesgrenzen hinaus 🙂

    Liebste Grüße,
    Lisa

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