Fundstück der Woche-der 1. Gastbeitrag

Premiere

17.10.2013. Der Blog ist drei Tage alt und es erfüllt uns schon ein wenig mit stolz, dass wir den ersten Gastbeitrag online stellen dürfen.
Texte von Menschen, welche das gleiche Schicksal/Hobby teilen 🙂
Sozusagen das Fundstück der  Woche. Heute von Sebastian Becker.
Viel Freude damit.

Tag 94 – Wir hatten einen Lauf

Liebe Bahn ! Wir hatten einen Lauf. Einen Guten ! Waren es die Jahresziele, die mit einem letzten verzweifelten Aufbäumen noch – wenigstens ein bisschen – gerettet werden sollten ? War es das für diese Jahreszeit überaus freundlich milde Wetter ? Hatte eventuell der anstehende Weltuntergang etwas damit zu tun ? Oder war es gar Zufall ? Die wirkliche Ursache (falls es eine sauber mess- und beweisbare überhaupt gibt) werde ich wohl nie erfahren. Schade eigentlich. Denn du hast wirklich alles versucht, um mich positiv(er) über dich denken zu lassen. Plötzlich waren Züge pünktlich. Anschlusszüge wurden erreicht. Keine 50-300m Sprints mehr auf deutschen Bahnhöfen. Selbst an den auslastungsstarken Tagen (Mo, Fr, teilw. Do) hast du mich pünktlich oder im Bereich von +5 ans Ziel gebracht. Doch leider konntest du diese so lieb gewonnene Zuverlässigkeit nicht ins neue Jahr retten. Der gute Lauf fand sein jähes Ende offensichtlich am 31.12.2012 um 23:59 Uhr. Heute denke ich bereits (wieder) ernsthaft darüber nach, die 1. Deutschen Bahnhofsmeisterschaften im Kurzstreckensprint auszurichten. Und trotz meiner beträchtlichen Körperfülle rechne ich mir gute Siegchancen aus. Gerannt wird selbstverständlich mit Gepäck. Männer mit 3 Stücken (Umhängetasche oder Rucksack oder Sakosack, Laptoptasche, ein nach IATA Handgepäcknorm zertifizierter Rollkoffer). Frauen mit 2 Stücken (Handtasche, die mindestens einen Spalding NBA Basketball aufnehmen kann, sowie ein nach IATA Handgepäcknorm zertifizierter Rollkoffer). Bezüglich der Trophäen für die Plätze 1 -3 bin ich für Vorschläge offen. Natürlich braucht es auch Trostpreise für alle übrigen Plätze. Die Wichtigkeit von Trostpreisen kann eigentlich gar nicht genug betont werden. Trost braucht jeder Bahnkunde. Sehr viel Trost !

Zum Abschluss dieses Eintrages noch 2 mehr oder minder ernsthafte Dinge. Die Bahn hat es nach 3 Monaten, 4 e-Mails und 2 Anrufen tatsächlich geschafft, mir die anteilige Erstattung meiner Bahncard 50 zu überweisen.  Das ich den Zeitraum und den damit verbundenen Aufwand für eine absolute Frechheit halte, muss ich sicher nicht extra erwähnen.

Und das geht an euch ihr gelackten Businessaffen: in Ruheabteilen ist euer ultra wichtiges, super dringendes und in unverschämter Lautstärke geführtes Telefongespräch nicht erwünscht. Das zeigen euch auch die kleinen Gesichter in Deckenhöhe mit einem Finger vor dem Mund und dem “Psssst”.

Danke !

(Auszug aus dem Blogeintrag „Bahncard 100 – das Experiment beginnt“ – https://www.hyperpac.de/?p=1319)

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