Herzlich Willkommen zu meiner Lieblingsapp

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Meiner App, ja meine. Ich. Ich bin Katrin. 50% dieses Blogs. Der Teil, der zwischen Nürnberg und Frankfurt durch die Gegend fährt.
Warum mache ich das. Machen wirs kurz: Weils geht. Früher ging das nicht. Jedenfalls nicht so leicht.

Aber zurück zu meiner Lieblingsapp. Die Bahnapp. So oft genutzt, wie nichts anderes auf meinem Telefon.
Heute informiert sie mich darüber, dass mein Zug, der IC2027 eine Verspätung von 15 Minuten hat. Nichts was mich aus der Ruhe bringen könnte (im Gegensatz zu manch anderem Passagier hier auf diesem Bahnsteig).
15 Minuten heisst nichts anderes, als das man pro Halt im Bahnhof 5 Minuten Verspätung drauf fährt um am Ende mit ca. 60 Minuten Verspätung am Ziel anzukommen.
Aber man sitzt schon mal und steht nicht in der Gegend rum, denn im Allgemeinen ist stehen anstrengender als sitzen.
Ich weiss nicht, wie Caro das sieht, aber 15 Minuten ist quasi pünktlich.
Die Ohren aufspitzen sollte man lediglich bei den Gründen der Verspätung.
Ideal: Verzögerungen im Betriebsablauf. Bestenfalls hat dann vielleicht nur irgendwer Diarrhö. Der Lokführer vielleicht. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Kritisch wirds, wenn man als Grund „Störungen am Triebfahrzeug“ nennt, so wie jetzt gerade.
Da zögere ich ein wenig mit dem Einsteigen.
Mir solchen Aktionen bewirbt sich die Bahn nämlich gern um den Comedypreis.
Jetzt wollen Sie sicherlich ein Beispiel. Nun gut. Ein Beispiel.
Der IC fährt ohne Verspätung in Frankfurt los. Eigentlich ein Grund zum Jubeln, nicht so laut, Murphys Law oder das Karma, Sie wissen schon.
Nach einer wunderschönen Reise bis Würzburg bleibt der Zug plötzlich im Bahnhof stehen. Ansage: Triebfahrzeug defekt. Wann es funktioniert? Nun ja, die Lottozahlen zu raten, wäre treffsicherer.
Nach 30 Minuten bittet man uns (all diejenigen die nach Nürnberg möchten) in den ICE727 nach München umzusteigen.
Gesagt, getan. Bei der Chance nach Hause zu kommen, werden so manche Menschen komisch, also in den ICE gepresst, stehend im Gang. Nicht schlimm. Eine Stunde geht das schon.
Der Adrenalinspiegel beruhigt sich, das Treten, Beissen und Kratzen um die verbliebenen Sitzplätze legt sich langsam.
In diesem Trubel schliesst nun plötzlich der IC klammheimlich seine Türen und fährt mit kaputtem Triebwagen weiter (man wartet noch, dass Superman vorbeifliegt, den Zug vor sich herschiebend-kommt aber keiner).
Während man die Lösung des Rätsels sucht, wie das jetzt sein kann, dass so ein Zug ohne Lok fährt, säuselt einem eine nette Dame ins Ohr, dass sich die Weiterfahrt verzögert, da man dem verspäteten IC Vorrang lassen muss.
Ich habe bis nach Nürnberg Guido Cantz gesucht, der mit einem „Verstehen Sie Spass“ Mützchen um die Ecke gehüpft kommt.
Bei Gelegenheit sollte ich nachfragen, ob das mit dem Comedypreis geklappt hat. Erinnern Sie mich daran.
In diesem Sinne: Sänk ju for träwling wis Deutsche Bahn. Gud Bei.
Mehr aus der Welt des Bahnirsinns dann morgen. Spätestens aber dann, wenn der nächste Mitreisende morgens um 06:38 seine Portion Spaghetti Bolognese auspackt. Und ich sage Ihnen, solche Dinge passieren tatsächlich!

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